Im Mai 2026 schrieb die Basel Sinfonietta einen Kompositionswettbewerb für Schweizer Komponierende unter 30 Jahre aus. Nun hat die Jury einen Gewinner gekürt: Paul Taro Schmidt.
Der in der Schweiz ansässige 27-jährige Musiker hat die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Programmkommission der Basel Sinfonietta und Principal Conductor Titus Engel, begeistert. «Paul Taro Schmidt hat uns in der Jury überzeugt, weil er mit seiner innovativen Verschmelzung von zeitgenössischer Musik, Elektronik und Popkultur eine einzigartige, zukunftsweisende Klangsprache kreiert», erläutert Titus Engel. «Er ist einer der spannendsten Komponierenden der jungen Generation und wir freuen uns sehr auf sein neues Werk für uns!»
Auch dem Gewinner bedeutet diese Auszeichnung sehr viel: «Ich freue mich unglaublich, die Möglichkeit zu haben, ein neues Werk für dieses wunderbare Ensemble zu schreiben», sagt Paul Taro Schmidt. Er führt weiter aus: «In Anbetracht der Offenheit des Orchesters gegenüber neuen Ideen freue ich mich besonders darauf, all die erweiterten Spieltechniken auszuprobieren, die ich mich bei anderen Ensembles bisher nicht zu schreiben getraut habe, weil ich nicht wusste, ob sie überhaupt spielbar wären. Aber die Basel Sinfonietta kann alles spielen!»
Paul Taro Schmidt wird ein 10-minütiges Werk für die Basel Sinfonietta komponieren. Der Wettbewerbsgewinn umfasst ein Preisgeld von 5’000 Schweizer Franken und die Aufführung der Komposition im Saisoneröffnungskonzert 2027/28 der Basel Sinfonietta am 19. September 2027 im Stadtcasino Basel.
Die Basel Sinfonietta dankt allen Bewerber:innen der Basel Sinfonietta Competition herzlich für Ihre Teilnahme.
Paul Taro Schmidt ist ein deutsch-japanischer Musiker und Komponist, der derzeit in Zürich lebt. Seine Arbeit zeichnet sich durch einen subtilen Umgang mit Klangfarbe und Resonanz sowie durch ein ausgeprägtes Gespür für multimediale Zusammenarbeit aus. In seiner künstlerischen Praxis verbindet Paul Taro Schmidt Ausdrucksformen der Glitch-Musikszene mit Elementen traditioneller japanischer Musik. Dabei bewegt er sich zwischen unterschiedlichen künstlerischen Praktiken und Identitäten. Paul Taro Schmidt studierte Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste bei Germán Toro Pérez, Mathias Steinauer und Olav Lervik. Anschliessend setzte er sein Studium am Königlichen Konservatorium in Den Haag fort, wo er Komposition bei Peter Adriaansz, Silvia Borzelli und Yannis Kyriakides sowie elektronische Musik bei Bjarni Gunnarsson und Sergio Luque studierte. Zudem studierte er bei Lauri Kilpiö von der Sibelius-Akademie.

